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Lich T raum - Ludger Hinse

26. Februar 2020 – 05. Juli 2020


Franz Vornberger - Bilder einer Schenkung

Miniaturbild: Franz Vornberger - Bilder einer Schenkung

16. Februar – 19. April 2020 in der Kunsthalle, Galerie im Quadrat

Franz Vornberger

Bilder einer Schenkung

16.02.2020 – 19.04.2020
 

Franz Vornberger wurde 1919 in Werneck bei Schweinfurt geboren und studierte ab 1946 an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg-Ellingen bei Hermann Wilhelm. Neben Lehraufträgen am Bildungszentrum Nürnberg und dem Kunstpädagogischen Zentrum Nürnberg kehrte er 1982 für ein Jahr als Dozent an die Akademie zurück. Trotz seiner kunstpädagogischen Tätigkeiten vernachlässigte er nie seine eigene Arbeit als freischaffender Künstler, die ihm schon zu Lebzeiten große Anerkennung gerade auch in Künstlerkreisen seiner Wahlheimat einbrachte. Er starb 2008 in Nürnberg, dekoriert mit dem Verdienstorden am Bande sowie dem Preis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Nürnberg.

In seinem Werk widmete er sich vor allem zwei ganz unterschiedlichen Ausprägungen des Themas Natur, nämlich einerseits der Landschaftsdarstellung und andererseits dem menschlichen Körper. Geprägt durch seine Erfahrungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg stehen dabei immer das menschliche Leid und die Abgründe im Menschen selbst im Vordergrund. War sein Frühwerk noch von akademischen Naturstudienbeeinflusst, so wandte er sich ab dem Ende der 1950er Jahre der Abstraktion zu, ab1969 begann eine konstruktivistische Phase, bevor er Ende der 1970er Jahre wieder zu figurativen Darstellungen zurückkehrte. Mit dem Neoexpressionismus setzte er sich wiederholt auseinander.

Vornberger blieb bis ins hohe Alter als Künstler agil und undogmatisch; er lehnte es nie ab, sich von den neuesten Entwicklungen anregen zulassen und blieb sich dabei thematisch doch treu. In dieser Wechselausstellung – ermöglicht durch die Schenkung seiner Kinder – wird als Erweiterung zur ständigen Sammlung am Beispiel Franz Vornberger erfahrbar, wie man abseits der Münchener Kollektive nach 1945 wieder zu einer Bildsprache finden konnte. Die Natur gilt dabei als Gegenentwurf zu den inneren und äußeren Verheerungen, zu denen der Mensch fähig ist.

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