Gerhard Rießbeck - Eisfreund

26. 10. 2018 –  24. 2. 2019 in der großen Halle

Sammlung Joseph Hierling

Expressiver Realismus

Die Kunsthalle Schweinfurt

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„Anno 1542 alß das Wortt Gottes alhier auffkommen“

Die Einführung der Reformation in der Reichsstadt Schweinfurt 1542

Ausstellung des Stadtarchivs Schweinfurt und der Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt anlässlich des 475-jährigen Reformationsjubiläums 1542 – 2017
21.09. – 19.11.2017
Museum Gunnar-Wester-Haus, Martin-Luther-Platz 5, 97421 Schweinfurt

Anhand von zeitgenössischen Originaldokumenten aus den Beständen des Stadtarchivs wird der Prozess der Vorbereitung, Durchführung und Konsolidierung der Reformation seit den 1520er Jahren bis zur Annahme der Konkordienformel, dem verbindlichen Glaubensbekenntnis der Lutheraner, im Jahre 1577 nachgezeichnet. In sechs Abteilungen erläutern 46 signifikante Exponate die wesentlichen Stationen dieses Prozesses, politische und religiöse Gesichtspunkte. Besondere Berücksichtigung finden die (außen-)politischen Zwänge, denen die Reichsstadt als Stand des Heiligen Römischen Reiches unterworfen war: I. Reformatorisches Gedankengut in der Reichsstadt Schweinfurt seit den 1520er Jahren, II. Wechsel in der Reichsvogtei, Schutz- und Schirmherrschaft von Graf Wilhelm von Henneberg zu Landgraf Philipp von Hessen, III. Einführung der Reformation in der Reichsstadt Schweinfurt, IV. Streit um die rechte Lehre, V. Konflikte mit den Altgläubigen, VI. Johannes Sutellius – Lebenszeugnisse. Amtliche Schreiben, Akten und Urkunden dokumentieren das Handeln der beteiligten politischen Akteure vom Rat der Reichsstadt bis hinauf zu Kaiser Karl V. Originale aus dem persönlichen Nachlass des Reformators Johannes Sutellius ermöglichen Einblicke in das von Kriegs- und Seuchengefahr bedrohte Alltagsleben und die privaten Verhältnisse des Reformators.

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Katalog mit ausführlichen Beschreibungen aller Exponate.

Führungen zur Reformationsausstellung können gerne beim Museums-Service MuSe angefragt werden, unter: Tel. 09721/514744, Email: friederike.kotouc@schweinfurt.de

Weiteres Begleitprogramm finden Sie auf der nachfolgenden Seite.

Sonderöffnungszeiten:
Di – Fr 14 – 17 Uhr
Sa, So 10 – 13, 14 – 17 Uhr
Mo geschlossen
Auch an den Feiertagen haben wir für Sie geöffnet!

Eintritt: € 1,50

Begleitprogramm
in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Schweinfurt e. V., der Volkshochschule und dem Evangelisch-Lutherischen-Dekanat Schweinfurt
Vortragsort: Martin-Luther-Haus, Bodengasse 1, 97421 Schweinfurt
Eintritt: € 3,00

Donnerstag, 14.09.2017, 19:30 Uhr
Dr. Uwe Müller: „Anno 1542 als das Wort Gottes allhier aufkommen“ – Die Einführung der Reformation in der Reichsstadt Schweinfurt 1542
Anhand zeitgenössischer Quellen wird der Prozess der Vorbereitung, Durchführung und Konsolidierung der Reformation seit den 1520er Jahren bis zur Annahme der Konkordienformel, dem verbindlichen Glaubensbekenntnis der Lutheraner, im Jahre 1577 dargestellt.

Donnerstag, 12.10.2017, 19:30 Uhr
Prof. Dr. Horst Brunner: Das Kirchenlied des 16. Jahrhunderts
Das noch immer aktuelle Kirchenlied verdankt seine Entstehung Luther. Seit 1523 schuf er Lieder unterschiedlicher Art, deren Vorbild bis heute zahlreiche weitere Autoren inspirierte. Viele Texte des 16. Jahrhunderts werden auch heute noch gesungen. Auch weitere religiöse Gruppen – Böhmische Brüder, Wiedertäufer, Calvinisten, Katholiken – trugen damals zum Liederschatz bei; eine Sonderrolle nimmt Hans Sachs ein.

Donnerstag, 26.10.2017, 19:30 Uhr
PD Dr. Markus Müller: Das Schweinfurter Konfessionsbild

Donnerstag, 16.11.2017, 19:30 Uhr
PD Dr. Frank Kleinehagenbrock: Die Stadt der Standhaften. Der Prozess der lutherischen Konfessionalisierung in Schweinfurt bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges

Die Reichsstadt Schweinfurt war umgeben von Territorien, in denen die Gegenreformation durchgeführt wurde, z. T. mit großem Nachdruck und reichsrechtlich fragwürdigen Methoden. Dabei ging es nicht nur um die Frage des wahren Glaubens, sondern auch um konkurrierende Herrschaftsrechte und deren Durchsetzung. Dies prägte auch die lutherische Konfessionalisierung der Reichsstadt, das heißt die langfristige soziale und kulturelle Durchsetzung des Luthertums. Diese Entwicklung wurde nicht zuletzt durch eine Vielzahl von lutherischen Exulanten, die aufgrund ihrer Treue zum lutherischen Bekenntnis Ihre Heimatorte verließen und als Bürger und Einwohner in die Stadt aufgenommen wurden, mitgeprägt. Im Westfälischen Frieden wurde schließlich nicht nur der Augsburger Religionsfrieden mit der Sicherung des Luthertum bestätigt, sondern auch die reichsrechtliche Stellung der Reichsstädte.

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